Jedes Jahr ziehen um den 6. Januar herum bei jedem Wetter Sternsinger von Haus zu Haus.
Sie wünschen den Bewohnern Glück und segnen das Haus. So auch in Dörfles. Am 5. und 6. Januar ziehen die Sternsinger mit einem wunderschön gestalteten Stern und Weihrauch durch Dörfles.

Auf meine Bitte haben sie auch unser Haus mit Weihrauch ausgeräuchert, damit frische Energie einziehen kann.

Kinder helfen Kindern, die in ihrer Heimat keine guten Startchancen haben. Oft müssen Kinder arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Zeit für Schule und Ausbildung haben sie dadurch nicht.

In deutschsprachigen Regionen Europas sind Tausende junger „Sternsinger“, als Weise verkleidete Jugendliche, die die drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar darstellen sollen, in Städten und Dörfern unterwegs. Sie kündigen die Geburt Jesu an, singen, segnen die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Ländern, in denen es Kindern nicht so gut geht. Ihr Motto lautet:  „Segen bringen, Segen sein“ – dieses Jahr unter dem Motto: „Schule statt Fabrik“ – „Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Trotz der Fortschritte im Kampf gegen Kinderarbeit ist die Realität für viele Kinder hart. Millionen von Kindern und Jugendlichen sind gezwungen zu arbeiten, viele von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Dieses Jahr wird der Segen so aussehen: 20*C+M+B*26. Die Kreuze repräsentieren Christus und die Buchstaben CMB stehen für den lateinischen Satz: „Christus mansionem benedicat“ – „Möge Christus dieses Haus segnen“. Die 20 und 26 stehen für das Jahr 2026. Sternsinger haben oft Weihrauch dabei, der von einem vierten Jugendlichen, dem Sternenträger, mitgebracht wird. Durch das Schwingen des Weihrauchgefäßes soll der aufsteigende Rauch jede Krankheit im Haus vertreiben. Die Sternsingeraktion ist die größte, weltweite Spendenaktion von Kindern für Kinder. Wir danken allen Sternsingern für ihren selbstlosen Einsatz für die armen Kinder dieser Welt.

Text: Marie-Luise Reif und DIE STERNSINGER

Bilder: DIE STERNSINGER, Andreas Roderer, Marie-Luise Reif