Nun ist’s soweit:

Das alte Jahr 2025 verabschiedet sich und wir sind gespannt, was das neue Jahr 2026 uns bringen wird.

Alte Silvesterbräuche unserer Vorfahren übernehmen wir seit vielen Jahren.

Wisst ihr auch, was sie bedeuten oder wie sie entstanden sind?

Wissenswertes zu den Silvesterbräuchen
🐷🍀🍄💥🧲
Das Glücksbringer-Brauchtum rund um Silvester hat zutiefst schamanische Wurzeln!

🍄 Fliegenpilz:
Der rot-weiße Glückspilz ist ein altes schamanisches Trancemittel und besonders bei den sibirischen Schamanen  noch immer gebräuchlich. Auch der Weihnachtsmann (in Rot-Weiß) fliegt mit dem Fliegenpilz essenden Rentier vom Nordpol überall auf die Welt, um durch den Kamin seine Gaben zu bringen.

🐷 Glücksschwein:
In alten matriarchalen Kulturen sind Schweinegöttinnen bekannt. Sie repräsentieren Fruchtbarkeit und Fülle –  bringt doch ein Schwein ganz viele Ferkel zur Welt.
Weiter gilt im ländlichen Bereich der 21.12. (Thomastag bzw. Wintersonnwende) als alter Schlachttag. Schweine werden geschlachtet, die Würste daraus als Mettwürste nach der Christmette verspeist, der große Braten kommt am Christtag auf den Tisch und der „Sauschädel“ wird zu Silvester festlich dekoriert verspeist –  wenn er nicht zuvor von den Nachbarn gestohlen wird!

👤 Rauchfangkehrer/Schornsteinfeger:
Die heute aktuellste Erklärung bringt nur einen Teil auf den Punkt: Nämlich, dass ein gut gekehrter Kamin das Haus vor Brand schützt. Vielmehr galt der offene Kamin immer schon als Ein- und Austrittstor für die Geister. So bringt heute noch der Santa Claus in England oder USA die Weihnachtsgeschenke durch den festlich geschmückten Kamin. Auch Hexen wird nachgesagt, dass sie beim Hexenflug durch den Kamin hinausfliegen und auch von dort wieder zurückkehren.

💥 Feuerwerk:
Mit viel Lärm und Getöse wird der Winter ausgetrieben, ähnlich wie die Wilde Jagd, die mit Gebrause durch die Lüfte fliegt, oder die Perchtenumläufe mit viel Glockengeläut und gruseligen Fratzen. Bei uns werden durch Feuerwerk und Raketen die Wintergeister vertrieben.
Heute ist das auf Rücksicht auf die Tiere und die Luftverschmutzung nicht mehr abgebracht!
Alternativen: Rasseln, Trommeln, Wunderkerzen, ….

🧲 Hufeisen:
Vermutlich erinnert es an Wotans Wilde Jagd auf seinem achtfüßigen Pferd Sleipnir, welches in wilden Winternächten durch die Lüfte braust. Vielleicht hat uns das Pferd ein Hufeisen dagelassen.
Achtung: Immer mit der Öffnung nach oben aufhängen, damit sich das Glück darin sammelt!

🍀 Kleeblatt:
Das vierblättrige Kleeblatt deutet vermutlich auf die in vielen Kulturen heilige Zahl vier:V ier Elemente, vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten, es ist die Zahl der Vollständigkeit!

… und der „gute Rutsch“ hat nichts mit Schneeglätte zu tun, sondern mit dem hebräischen Wort „Rosch“.
Dies bedeutet Anfang, Kopf, das jüdische „Rosch ha schana“ ist der „Kopf des Jahres“, also das Neujahr! Im Judentum wird das Neujahr aber nach dem Mondkalender im Herbst gefeiert! Zu diesem Anlass werden in Honig getauchte Apfelspalten gegessen, auf dass das neue Jahr viel Süßes mit sich bringt!
🐷🍀🍄💥🧲“

Text: Walpurga Zellinger

Ein Gedanke zum Jahresausklang:

Das Vergangene in Dankbarkeit loslassen und vertrauensvoll in Gottes Hände legen. ✨
So darf Ruhe einkehren – im Wissen, dass alles seinen Sinn hat und gut aufgehoben ist.🙏

Text und Bild: Anselm Grün

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